Großbrand: Lagerhalle brennt in voller Ausdehnung

20. Juli 2015 Aus Von Redaktion

Riesige Rauchsäule über Solingen. Kilometer weit zu sehen. Brandgeruch in fast allen teilen von Solingen. Dies wurde gestern in Solingen zu einem ernsten Einsatz der Feuerwehr.

Gegen 7.40Uhr in der Zeit wo die Berufsfeuerwehr ihren Wachwechsel durchführt war auf der Wache 3 in Solingen Wald nicht alles Alltäglich. Die Feuerwehrleute bemerkten einen Starken Brand Geruch. Als diese sich dann auf den Hof ihrer Wache begaben, sahen diese Rauch aus einer Lagerhalle auf der Schenkendorfstraße die ca. 300 m entfernt steht austreten. Sofort alarmierten die Wachleute praktisch sich selbst. Was sich lustig anhört, endet in einem dramatischen Szenario. Noch bevor die ersten Notrufe in der Leitstelle eingingen waren die Fahrzeuge bereits vor Ort. Sofort wurde ein Großaufgebot alarmiert. Auch wenn die ersten Einsatzkräfte schnell anrücken konnten, befand sich ein Großteil der Lagerhalle schon in Flammen.

Sie brauchten nicht lange um sich dazu zu entscheiden keinen Innenangriff durchzuführen.Dieser sei zu gefährlich gewesen. Durch die hohe Nutzung der Lagerhalle wie z.B. Gasflaschen, Reifen, Verpackungen und Fahrzeugen, konnte sich das Feuer in wenigen Minuten ausbreiten. Eine riesige Rauchsäule entstand die man nicht nur aus Solingen sehen konnte. Ebenso aus Haan Wuppertal Düsseldorf und Remscheid konnte man das Szenario teilweise mit eigenen Augen ansehen. Damit das Feuer nicht auf umliegende Häuser und Hallen übergreift wurde sofort eine Löschmauer aufgebaut. Diese sollte verhindern, dass das Feuer auf andere Hallen übergreift. Ebenso wurde nahegelegene Bäume gefällt damit diese kein Feuer fangen.

Für die Bevölkerung habe zu keinem Zeitpunkt eine Gefahr bestanden sagte ein Feuerwehrsprecher. Trotzdem wurden die Anwohner durch Lautsprecherdurchsagen dazu aufgefordert Ihre Fenster und Türen geschlossen zu halten. Ebenso wurde diese Warnung auch im Radio veröffentlicht.

Ein Kinderspielplatz und die umliegenden Grundstücke und Gebäude werden in den nächsten Tagen auf ihre Schadstoffbelastung überprüft. Ein Mehrfamilienhaus welches in unmittelbarer nähe zur Lagerhalle steht musste zur Sicherheit der Bewohner evakuiert werden.

5000L Gas und eine in sich fallende Lagerhalle
Als sei das ganze Szenario nicht schon schlimm genug, so stand neben der brennenden Lagerhalle ein Behälter mit 5000Liter Flüssiggas. Eine Explosion dieses Behälters hätte schlimme folgen haben können. Die Feuerwehr sicherte sofort den Behälter und kühlte diesen mit mehreren C-Schläuchen. Die alte Konstruktion der Lagerhalle sorgte ebenso für Schwierigkeiten. Da ein Innenangriff nicht möglich war und die Dachkonstruktion für Schwierigkeiten sorgte, blieb den Wehrleuten nichts übrig außer den Brand von außen zu löschen. Das Feuer sprang immer wieder auf andere Teile der halle über was das Löschen nicht einfach machte. Gegen kurz vor 10Uhr dann ein weiterer Schreckens Moment.
In der Lagerhalle wurden Propangasflaschen gelagert. Diese entzündeten sich durch die Hitze und explodierten wie ein Silvester Feuerwerk. Zeitgleich kam es immer wieder zur durchzündung in der Lagerhalle. Einige Teile der Lagerhalle stürzten somit ein. Aktuell besteht immer noch Einsturzgefahr für die Lagerhalle.

QuadroCopiXX

Foto: QuadroCopiXX

Stadtwerke dreht Wasser auf
Die Wasserversorgung war das nächste Problem beim gestrigen Einsatz wie uns die Feuerwehr mitteilte. Es sei durch die vielen Fahrzeuge die am Hydrantennetz angeschlossen waren immer wieder zu Druckschwankungen gekommen. Somit mussten Hydranten benutzt werden die sich auch weit von der Einsatzstelle entfernt befinden. Mehrere Lange-wege strecken wurden von der Feuerwehr hergestellt um ausreichendes Löschwasser zu befördern.
Die Stadtwerke erhöhte für kurze zeit den Druck im Wassernetzt bis die Wasserversorung einwandfrei lief.

Rund 180 Einsatzkräfte waren vor Ort um den Brand unter Kontrolle zu bekommen.
Einer verletzte sich durch einen Sturz von einer Leiter leicht. Er wurde zur Untersuchung in ein Krankenhaus gebracht. Die Nachlöscharbeiten dauern derzeit noch an. Die Wachen lösen sich im Stundentakt an der Einsatzstelle ab. Die Korkenziehertrasse bleibt aufgrund der Einsturzgefahr einiger Gebäudeteile, zwischen Schenkendorfstraße und Walder Bahnhof, bis auf weiteres gesperrt.

Aktuell ist die Kripo vor Ort und hat mit Ihren Ermittlungen begonnen.
Auch ein Polizei Helikopter kreiste für Luftaufnahmen in den Morgenstunden über der Einsatzstelle. Die Höhe des Sachschadens ist derzeit noch nicht bekannt. Im Bereich der Schenkendorfstraße kann es durch die Nachlöscharbeiten immer noch zu Behinderungen im Verkehr kommen.

Und ganz wichtig: Passieren Sie keine Absperrung vor Ort. Da das Gebäude Einsturzgefährdet ist kann es jederzeit zusammen brechen. Riskieren Sie nicht Opfer durch den Einsturz zu werden. Leichtsinn ist hier sehr unangebracht.

An dieser stelle möchten wir uns bei allen Helfen egal ob Feuerwehr , Rettungsdienst, THW , DRK oder Malteser bedanken. Das Malteser hat an dem Tag eine Super arbeit im Hintergrund geleistet. Neben der Betreuung der Anwohner wurde von Ihnen die Versorgung für die 180 Einsatzkräfte zur Verfügung gestellt. Essen und Trinken alles was die Einsatzkräfte stärkt kam von Ihnen.