Blutige Auseinandersetzung vor Gemüsestand
Blutige Auseinandersetzung vor Gemüsestand
Nach dem Messerangriff auf der Konrad-Adenauer-Straße in Solingen haben sich die beiden lebensgefährlich verletzten Männer nach Angaben der Staatsanwaltschaft inzwischen stabilisiert und befinden sich außer Lebensgefahr.
Beide waren in der Nacht notoperiert worden und werden weiterhin im Krankenhaus behandelt, sind jedoch derzeit noch nicht ansprechbar.
Die Staatsanwaltschaft Staatsanwaltschaft Wuppertal ermittelt gegen einen 46-jährigen türkischen Tatverdächtigen wegen des Verdachts des versuchten Totschlags. Dem tatverdächtigen, 46-jährigen Mann wird zweifacher versuchter Totschlag in Tateinheit mit gefährlicher Körperverletzung
vorgeworfen.
Er wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem zuständigen Haftrichter vorgeführt, der die Unterbringung des Mannes in der Untersuchungshaft anordnete.
Nach bisherigen Erkenntnissen war es zuvor zu einer Auseinandersetzung zwischen Bekannten gekommen. Im Verlauf des Streits griff der Tatverdächtige einen 48-jährigen Mann mit einem Messer an und verletzte ihn lebensgefährlich. Ein 52-Jähriger, der offenbar eingreifen wollte, wurde ebenfalls schwer verletzt.
Die Tat ereignete sich vor einem Gemüsestand nahe der Einmündung Schwesternstraße. Am Tatort fanden Einsatzkräfte unter anderem persönliche Gegenstände sowie ein Messer, das als mögliche Tatwaffe gilt.
Polizeibeamte, die sich wegen eines Verkehrsunfalls in unmittelbarer Nähe befanden, wurden durch Rufe auf die Situation aufmerksam und griffen ein. Der Tatverdächtige näherte sich den Beamten mit dem Messer. Die Einsatzkräfte setzten schließlich ein Distanz-Elektroimpulsgerät ein und überwältigten den Mann. Allerdings mussten Sie zwei mal von der Waffe gebrauch machen, bis der Mann überwältigt werden konnte.
Unterstützung erhielten sie von Kräften der Einsatzhundertschaft der Polizei Wuppertal, die eine Übung am Humboldtgymnasium abgebrochen hatten, um zum Einsatzort zu eilen. Vor Ort sicherten sie gemeinsam mit weiteren Kräften den Bereich.
Neben Polizei und Feuerwehr verschafften sich auch der Solinger Polizeipräsident Carsten Winterberg sowie Oberbürgermeister Daniel Flemm ein Bild der Lage. Die Ermittlungen zum genauen Ablauf und Hintergrund der Tat dauern an.