Polizei bestätigt Festnahmen nach Großbrand
Polizei bestätigt Festnahmen nach Großbrand
Nach dem Großbrand in einem leerstehenden Gebäude in der Solinger Innenstadt hat die Polizei zwei Tatverdächtige vorläufig festgenommen. Bei den Beschuldigten handelt es sich nach Angaben der Polizei um zwei Personen im Alter von 15 und 21 Jahren, gegen die der Verdacht besteht, das Feuer gelegt zu haben.
Die Festnahmen erfolgten am Samstagabend. Ein Polizeisprecher bestätigte entsprechende Informationen auf Anfrage. Beide Tatverdächtigen befanden sich zunächst im Polizeigewahrsam.
Den Ermittlungen zufolge gerieten die beiden tatverdächtigen bereits vor dem Brand in den Fokus von Augenzeugen, weil diese sich am Werwolf auffällig verhalten haben sollen. Auslöser waren Hinweise einer Zeugin, die die Personen im Bereich des Werwolf bemerkt und den Ermittlern ein Foto zur Verfügung gestellt hatte.
Noch während der Löscharbeiten am Werwolf wurde die Feuerwehr zu einem weiteren Brand auf die Bahnhofstraße alarmiert. Dort kam es zu einem Kleinbrand im alten Bahnhofsgebäude, wie ein Polizeisprecher erklärte. Als die Einsatzkräfte der Polizei im Nahbereich, auf die beiden trafen und diese überprüften, erhärtete sich nach bisherigen Erkenntnissen der Verdacht einer möglichen Brandstiftung.
Die weiteren Ermittlungen hat die Kriminalpolizei übernommen. In Abstimmung mit der Staatsanwaltschaft Wuppertal soll über die weiteren strafprozessualen Maßnahmen entschieden werden. Dabei wird auch geprüft, ob die Tatverdächtigen einem Haftrichter vorgeführt werden.
Nach Informationen der Ermittler sind beide bereits kriminalpolizeilich bekannt. Die bisherigen Straftaten sollen jedoch nicht im Zusammenhang mit Brandstiftungsdelikten stehen.
Der Brand hatte am Samstagmittag einen Großeinsatz von Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei ausgelöst. Gegen 12.40 Uhr gingen zahlreiche Notrufe bei der Leitstelle ein. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand der Dachstuhl des leerstehenden Gebäudes an der Straße Werwolf bereits in Vollbrand.
Eine weithin sichtbare Rauchsäule zog über Teile der Solinger Innenstadt. Die Feuerwehr warnte die Bevölkerung über die Warn-App NINA und empfahl, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Zudem kam es rund um die Einsatzstelle zu umfangreichen Straßensperrungen, erheblichen Verkehrsbehinderungen und Einschränkungen im Busverkehr.
Die Ermittlungen zur Brandursache und zum genauen Tathergang dauern an. Für die beiden Beschuldigten gilt bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung die Unschuldsvermutung.