BFE-Einheit rückt mit Schutzwesten, Helmen und Übungswaffen an
BFE-Einheit rückt mit Schutzwesten, Helmen und Übungswaffen an
Die Polizei hat am Mittwochabend am Humboldt-Gymnasium in Solingen eine umfangreiche Einsatzübung durchgeführt.
Trainiert worden sei das taktische Vorgehen bei einer simulierten Bedrohungslage in einer Schule, erklärte ein Polizeisprecher. Kurz nach 17 Uhr waren zunächst zahlreiche Mannschaftswagen in eine Nebenstraße einer ruhigen Wohngegend angerückt.
Beamte der Beweissicherungs- und Festnahmeeinheit (BFE) der Polizei Wuppertal legten dort schwere Schutzausrüstung an: Schutzwesten, Helme und Maskierungen. Nachdem die Ausrüstung vollständig angelegt war, nahmen die Kräfte wieder in ihren Fahrzeugen Platz und warteten auf das Einsatzsignal.
Wenig später setzten sich jeweils zwei bis drei voll besetzte Fahrzeuge in Bewegung und fuhren zum Schulgelände an der Weyerstraße. Auf dem Schulhof parkten die Einheiten, formierten sich mit schwerer Bewaffnung und rückten geschlossen in Richtung Gebäude vor. Das koordinierte Vorgehen vermittelte den Eindruck eines realen Einsatzes.
Dass es sich um ein Training handelte, war nur an Details erkennbar: Die eingesetzten Waffen waren rot gekennzeichnet, um eine Verwechslung mit scharfen Schusswaffen auszuschließen.
Die Übung fand bewusst am Abend statt. Schüler waren nicht anwesend, um den Unterrichtsbetrieb nicht zu beeinträchtigen und da es bei der Übung nur um das taktische Vorgehen ging, dabei benötige es keine Statisten. Hintergrund seien wiederkehrende Bedrohungslagen an Schulen in Deutschland. Es sei erforderlich, Abläufe regelmäßig zu trainieren und weiterzuentwickeln, um im Ernstfall vorbereitet zu sein, so der Sprecher.
Mehrere Passanten beobachteten die ungewöhnliche Häufung von Einsatzfahrzeugen und erkundigten sich nach dem Anlass. Eine tatsächliche Gefährdung habe jedoch zu keinem Zeitpunkt bestanden. Die Maßnahmen dienten ausschließlich der Vorbereitung auf mögliche Ernstlagen.