Zoll und Spezialkräfte sichern hunderte Kilo Kokain und scharfe Waffen bei Großeinsatz
Zoll und Spezialkräfte sichern hunderte Kilo Kokain und scharfe Waffen bei Großeinsatz
Bei einem groß angelegten Einsatz gegen organisierte Drogenkriminalität haben Ermittler in Wuppertal insgesamt 636 Kilogramm Kokain sowie zwei scharfe Schusswaffen entdeckt und sichergestellt. Drei Tatverdächtige wurden festgenommen und befinden sich inzwischen in Untersuchungshaft.
Die Maßnahmen erfolgten am 15. und 16. April im Rahmen eines Ermittlungsverfahrens der Spezialabteilung der Staatsanwaltschaft Traunstein zur Bekämpfung grenzüberschreitender und organisierter Kriminalität. Unterstützt wurde die Behörde vom Zollfahndungsamt München sowie weiteren Sicherheitsbehörden.
Nach Angaben der Ermittler richtete sich das Verfahren gegen eine mutmaßliche Bande, die im Verdacht steht, Kokain in großem Umfang nach Deutschland eingeschleust und weiterverkauft zu haben. Die Ermittlungen laufen bereits seit Anfang 2025.
Im Mittelpunkt stand ein 50-jähriger Mann, gegen den sich der Verdacht erhärtete, als Mitglied der Gruppierung große Mengen Kokain über ein Drogenlager in Wuppertal vertrieben zu haben. Ihm wird vorgeworfen, Schmuggelfahrten mit speziell präparierten Fahrzeugen organisiert zu haben, die über professionelle Verstecke verfügten.
Bei der Durchsuchung einer Gewerbeimmobilie entdeckten Einsatzkräfte hinter einer doppelten Wand ein verborgenes Rauschgiftdepot. Dort fanden die Beamten die 636 Kilogramm Kokain sowie zwei teilgeladene Schusswaffen. Der 50-Jährige wurde festgenommen. Zudem gerieten zwei weitere Männer im Alter von 33 und 39 Jahren ins Visier der Ermittler und wurden noch vor Ort vorläufig festgenommen.
Ein Ermittlungsrichter bestätigte später den bestehenden Haftbefehl gegen den 50-Jährigen und erließ auf Antrag der Staatsanwaltschaft auch gegen die beiden weiteren Beschuldigten Haftbefehle. Für alle drei gilt weiterhin die Unschuldsvermutung.
An dem Einsatz waren rund 130 Beamte beteiligt, darunter Kräfte des Zollfahndungsamtes München, des Zollkriminalamtes, mehrerer Hauptzollämter, des Bundeskriminalamtes sowie der Bundespolizei.
Die Ermittlungen gehen auf einen Drogenfund aus dem Mai 2025 zurück. Damals hatte die Grenzpolizei auf einem Parkplatz an der Bundesautobahn 8 bei Bad Feilnbach 16,5 Kilogramm Kokain in einem Fahrzeug entdeckt. Nach Einschätzung der Ermittler stand der Transport mit der nun aufgedeckten Gruppierung in Verbindung.
Der Generalstaatsanwalt in München, Andreas Wimmer, bezeichnete das sogenannte «Traunsteiner Modell» als «echtes Erfolgsmodell» im Kampf gegen organisierte Kriminalität. Auch der Präsident des Zollkriminalamtes, Tino Igelmann, betonte die Bedeutung langfristiger und personalintensiver Strukturermittlungen gegen international agierende Tätergruppen.