Samstag - 13. April 2024
StartAllgemeinNach Todes-Feuer: 21-Jähriger Tatverdächtiger entlassen

21-Jähriger unter Tatverdacht

Nach Todes-Feuer: 21-Jähriger Tatverdächtiger entlassen

Nach dem tragischen Brand in den frühen Morgenstunden des letzten Montags (25. März) auf der Grünewalder Straße in Solingen hätte es zu einem schnellen Ermittlungserfolg für die Ermittler der MK „Grün“ kommen können.

Wie unserer Redaktion exklusiv aus Ermittlerkreisen bekannt wurde, stürmten Polizeikräfte am Mittwochabend gegen 20:30 Uhr eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in Solingen. Dort sei ein 21-Jähriger möglicher Tatverdächtiger gemeldet. Mit einer Ramme öffneten die vermummten Einsatzkräfte aus Wuppertal, welche zu einer speziellen Einheit gehören, die Wohnung in dem Mehrfamilienhaus. Anwohner, die den Zugriff mitbekommen hatten, wurden von den Einsatzkräften zurück in die Wohnungen geschickt. Eine Anwohnerin berichtete uns von dem Zugriff: „Es hat einmal laut geknallt, ich bin dann an die Tür dort standen dann im ganzen Hausflur vermummte Polizisten“ Eine weitere Anwohnerin erzählte: „Ich kenne den, der war eigentlich immer freundlich aber wohl kaum Zuhause und immer nur unterwegs“.

Doch bei dem Zugriff mussten die Ermittler feststellen, dass der Tatverdächtige nicht Zuhause war, durch Familienangehörige, welche auch in der Wohnung wohnen, konnte allerdings herausgefunden werden, dass sich der 21-Jährige offenbar bei seiner Freundin befinden soll. So kam es zu einem weiteren Polizeieinsatz an der Adresse der Freundin. Dort konnte der 21-Jährige deutsche angetroffen und in Gewahrsam genommen werden.

Stundenlang durchsuchten die Ermittler das Zimmer des Beschuldigten an seiner Wohnadresse. Offenbar wurden dabei auch Datenträger wie Handys und Speicher-Sticks sichergestellt. Der Tatverdächtige wurde noch in der Nacht zu Donnerstag im Polizeipräsidium Wuppertal verhört. Auch den kompletten Donnerstag verhörten ihn die Ermittler, darunter auch der leitende Staatsanwalt.

Als Tatmotiv wurde ein politischer Hintergrund ausgeschlossen. Vielmehr hätte es um eine Tat im zwischenmenschlichen Bereich gehen können. So soll es offenbar zwischen dem Tatverdächtigen und einem Anwohner aus dem Brandhaus einen Streit gegeben haben. Dabei wurde der 21-jährige im vergangenem Jahr mit ein Messerstich verletzt.

Aufgrund von Widersprüchlichen Aussagen wurde der 21-Jährige am Donnerstag als Tatverdächtiger eingestuft. Da er aber Angab, ein Alibi zu haben wurde das durch die Ermittler geprüft. Und tatsächlich wurde das Alibi bestätigt und der 21-Jährige wurde am Freitagmorgen aus dem Polizeigewahrsam entlassen.

Der Ermittelnde Staatsanwalt bestätigte dies am Morgen auf Nachfrage. Die Ermittlungen laufen weiter in alle Richtungen. Auch wenn man nicht von einem Motiv im politischen Bereich ausgeht, kann dieser aber auch nicht ausgeschlossen werden.

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