Zwei Rauchmelder führen Feuerwehr zu tödlichem Wohnungsbrand

Rauchmelder schlagen mitten in der Nacht Alarm – doch das Feuer ist eine Etage höher: Feuerwehr entdeckt Schwelbrand in Wohnung, für einen Bewohner kommt jede Hilfe zu spät

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Inhaltsverzeichnis

Mitten in der Nacht reißen gleich zwei Rauchmelder einen Bewohner am Breidbacher Tor aus dem schlaf. Es riecht nach Feuer – doch ein Feuer ist weit und breit nicht zu sehen. Als die Feuerwehr gegen 3 Uhr eintrifft, beginnt die Suche nach der Ursache. Was zunächst wie ein rätselhafter Fehlalarm wirkt, führt die Einsatzkräfte schließlich in die Wohnung eine Etage höher. Dort machen sie eine tragische Entdeckung: Es brennt – und für den Bewohner kommt jede Hilfe zu spät.

Rauchmelder schlagen an – aber die Wohnung ist rauchfrei

Die Einsatzkräfte beginnen nach ihrem Eintreffen, die Wohnung des Melders sorgfältig zu durchsuchen. Raum für Raum wird kontrolliert. Doch zunächst finden die Feuerwehrleute nichts. Keine Flammen und keine erkennbare Rauchentwicklung. Keine offensichtliche Brandstelle.

Der Geruch und die ausgelösten Rauchmelder müssen jedoch eine Ursache haben. Die Feuerwehr setzt deshalb eine Wärmebildkamera ein. Mit ihr können Temperaturunterschiede sichtbar gemacht und Wärmequellen entdeckt werden, die mit bloßem Auge verborgen bleiben. Und tatsächlich zeigt die Kamera etwas Auffälliges.

An der Zimmerdecke des Wohnzimmers entdecken die Einsatzkräfte zwei deutlich erwärmte Stellen. Damit nimmt der Einsatz eine entscheidende Wendung: Die Wärme kommt offenbar nicht aus der Wohnung, in der die Rauchmelder angeschlagen haben. Der Blick richtet sich eine Etage höher.

In der Wohnung haben die Einsatzkräfte den bereits verstorbenen Bewohner festgestellt.
Polizei Wuppertal

Die Feuerwehrleute stehen kurze Zeit später vor der Tür der darüberliegenden Wohnung. Sie klingeln und klopfen, doch niemand öffnet. Angesichts der zuvor entdeckten Wärmeentwicklung verlieren die Einsatzkräfte keine Zeit. Die Feuerwehr verschafft sich gewaltsam Zugang zur Wohnung. Ein Trupp geht unter Atemschutz hinein – dort bestätigt sich der Verdacht. In den Räumen hat sich ein Schwelbrand entwickelt. Die Feuerwehrleute finden auch den Bewohner der Wohnung und bringen ihn schnell aus den Räumen. Doch die Rettung kommt zu spät, beim Eintreffen der Feuerwehr war er bereits verstorben. 

Ein versteckter Brand, dessen Spuren eine Etage tiefer entdeckt wurden

Der Schwelbrand selbst kann von der Feuerwehr mit einem C-Rohr schnell unter Kontrolle gebracht und anschließend vollständig gelöscht werden. Was genau in der Wohnung Feuer gefangen hat und wie lange der Brand möglicherweise bereits unbemerkt geschwelt hatte, ist bislang nicht bekannt. Die Ursache des Feuers muss nun von der Polizei ermittelt werden.

Weitere Wohnungen müssen gewaltsam geöffnet werden

Mit dem Löschen des Brandes ist der Einsatz noch nicht beendet. Die Feuerwehr muss ausschließen, dass sich gefährliches Kohlenmonoxid im Gebäude ausgebreitet hat. Sämtliche angrenzenden Wohnungen werden deshalb kontrolliert. Weil auch dort teilweise niemand öffnet, müssen die Einsatzkräfte drei weitere Wohnungstüren gewaltsam öffnen.

Die anschließenden Messungen bringen zumindest in diesem Punkt Entwarnung: In den kontrollierten Wohnungen können keine messbaren Kohlenmonoxid-Konzentrationen festgestellt werden. Ein Bewohner darf nach Abschluss der Maßnahmen wieder in seine Wohnung zurückkehren.

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