Behelmte Polizisten begleiteten den Protest, um für Sicherheit zu sorgen
Behelmte Polizisten begleiteten den Protest, um für Sicherheit zu sorgen
Zwischen 400 und 500 Kurden haben am Donnerstagnachmittag in Solingen gegen die syrische Regierung demonstriert.
Die Versammlung begann um 16 Uhr vor dem Solinger Rathaus und entwickelte sich im weiteren Verlauf zu einem größeren Demonstrationszug durch die Innenstadt.
Nach Angaben der Polizei waren zunächst etwa 50 Personen vor Ort, die Zahl stieg bis kurz nach Beginn auf rund 100 und wuchs im Verlauf der Veranstaltung weiter an. Laut Einsatzkräften nahmen schließlich bis zu 500 Menschen an dem Protest teil, nachdem im Vorfeld mit «zwischen 300 und 400 Teilnehmern» gerechnet worden war, wie ein Polizeisprecher erklärte.

Gegen 17.30 Uhr setzte sich der Demonstrationszug in Bewegung und führte vom Rathaus über die Konrad-Adenauer-Straße und die Mummstraße zum Graf-Wilhelm-Platz sowie weiter zum Neumarkt,
währenddessen kam der Verkehr in Richtung der Solinger Innenstadt nahezu zum erliegen. Die Teilnehmer äußerten ihre Anliegen lautstark, Zwischenfälle wurden bis zum Abend nicht gemeldet. Auffällig war der vergleichsweise hohe Anteil an Kindern unter den Demonstrierenden. Diese trugen teilweise weiße T-Shirts mit Kunstblut und Farbe versehen.
Die Polizei war mit einer erhöhten Zahl von Einsatzkräften vor Ort, machte jedoch keine konkreten Angaben zur Stärke des Aufgebots. Hintergrund für die verstärkte Präsenz seien nach Behördenangaben frühere Ausschreitungen bei einer Demonstration in Dortmund gewesen, weshalb vergleichbare Veranstaltungen künftig mit mehr Personal begleitet würden.