Randalierer, rätselhafte Schmierereien und Staatsschutz-Ermittlungen

Von einer Ruhestörung zum Fall für den Staatsschutz: Polizei rückt wegen randalierendem Mann aus – und stößt auf auffällige Schmierereien

Foto 12.02.26, 13 01 22

Ein Polizeieinsatz auf der Lützowstraße in Solingen hat am Mittwochnachmittag (11.02.2026) ebenfalls zur Einschaltung des Staatsschutzes geführt.

Anwohner hätten gegen 15:30 Uhr gemeldet, dass ein Mann Gegenstände aus dem Fenster eines Mehrfamilienhauses werfen würde und ebenfalls in seiner Wohnung randaliere. Ein Streifenwagen sei daraufhin zur Einsatzadresse entsandt worden.

Keine Unterbringung in einer Klinik

Vor Ort hätten die Beamten einen 33-jährigen Deutschen angetroffen, der nach ersten Erkenntnissen zuvor in seiner Wohnung randaliert haben soll. Der Mann sei zur weiteren Klärung zur Polizeiwache gebracht worden.

Wie ein Polizeisprecher mitteilte, habe es Hinweise auf eine mögliche psychische Erkrankung gegeben. Deshalb sei eine Prüfung nach dem Psychisch-Kranken-Gesetz (PsychKG) veranlasst worden. Dieses Gesetz regelt landesweit die Voraussetzungen für eine zwangsweise Unterbringung psychisch auffälliger Personen in entsprechenden Kliniken. Fachleute hätten jedoch keine Grundlage für entsprechende Maßnahmen festgestellt.

Der Staatsschutz prüft derzeit die Symbole, auch die Staatsanwaltschaft wurde darüber in Kenntnis gesetzt
Polizei Wuppertal

Während des Einsatzes hätten die Polizeikräfte an dem Mehrfamilienhaus sowie an einem abgestellten Transporter auf dem Hinterhof nach Polizeiangaben «auffällige» Schmierereien in Form von diversen «Davidsternen» und die Schriftzüge «JU» entdeckt. Diese seien dokumentiert und nach weiteren Angaben dem Staatsschutz zur weiteren Bewertung übergeben worden. Auch die Staatsanwaltschaft wurde durch die Ermittler in Kenntnis gesetzt.

Staatsschutz prüfe Symbole - Auch Staatsanwaltschaft informiert

Nach Angaben des Sprechers werde derzeit geprüft, ob es sich um eine politisch motivierte Straftat handeln könnte. Sollte sich dieser Verdacht nicht bestätigen, werde wegen einer Sachbeschädigung weiter ermittelt.

Ein Zusammenhang zwischen den Symbolen und dem 33-Jährigen sei bislang nicht belegt, erklärte der Sprecher weiter. Nach Angaben könne grundsätzlich jede Person die Zeichen angebracht haben. Mit einem richterlichen Beschluss hätten Einsatzkräfte noch am Mittwoch die Wohnung des Mannes durchsucht, jedoch keine Hinweise auf eine Verbindung gefunden.

Die Bewertung durch den Staatsschutz solle im Laufe des Tages abgeschlossen sein und über das weitere Vorgehen entscheiden.

error:
Blaulich-Solingen
Datenschutz-Übersicht

Diese Website verwendet Cookies, damit wir dir die bestmögliche Benutzererfahrung bieten können. Cookie-Informationen werden in deinem Browser gespeichert und führen Funktionen aus, wie das Wiedererkennen von dir, wenn du auf unsere Website zurückkehrst, und hilft unserem Team zu verstehen, welche Abschnitte der Website für dich am interessantesten und nützlichsten sind.