Randalierer, rätselhafte Schmierereien und Staatsschutz-Ermittlungen
Randalierer, rätselhafte Schmierereien und Staatsschutz-Ermittlungen
Ein Polizeieinsatz auf der Lützowstraße in Solingen hat am Mittwochnachmittag (11.02.2026) ebenfalls zur Einschaltung des Staatsschutzes geführt.
Anwohner hätten gegen 15:30 Uhr gemeldet, dass ein Mann Gegenstände aus dem Fenster eines Mehrfamilienhauses werfen würde und ebenfalls in seiner Wohnung randaliere. Ein Streifenwagen sei daraufhin zur Einsatzadresse entsandt worden.
Vor Ort hätten die Beamten einen 33-jährigen Deutschen angetroffen, der nach ersten Erkenntnissen zuvor in seiner Wohnung randaliert haben soll. Der Mann sei zur weiteren Klärung zur Polizeiwache gebracht worden.
Wie ein Polizeisprecher mitteilte, habe es Hinweise auf eine mögliche psychische Erkrankung gegeben. Deshalb sei eine Prüfung nach dem Psychisch-Kranken-Gesetz (PsychKG) veranlasst worden. Dieses Gesetz regelt landesweit die Voraussetzungen für eine zwangsweise Unterbringung psychisch auffälliger Personen in entsprechenden Kliniken. Fachleute hätten jedoch keine Grundlage für entsprechende Maßnahmen festgestellt.

Während des Einsatzes hätten die Polizeikräfte an dem Mehrfamilienhaus sowie an einem abgestellten Transporter auf dem Hinterhof nach Polizeiangaben «auffällige» Schmierereien in Form von diversen «Davidsternen» und die Schriftzüge «JU» entdeckt. Diese seien dokumentiert und nach weiteren Angaben dem Staatsschutz zur weiteren Bewertung übergeben worden. Auch die Staatsanwaltschaft wurde durch die Ermittler in Kenntnis gesetzt.
Nach Angaben des Sprechers werde derzeit geprüft, ob es sich um eine politisch motivierte Straftat handeln könnte. Sollte sich dieser Verdacht nicht bestätigen, werde wegen einer Sachbeschädigung weiter ermittelt.
Ein Zusammenhang zwischen den Symbolen und dem 33-Jährigen sei bislang nicht belegt, erklärte der Sprecher weiter. Nach Angaben könne grundsätzlich jede Person die Zeichen angebracht haben. Mit einem richterlichen Beschluss hätten Einsatzkräfte noch am Mittwoch die Wohnung des Mannes durchsucht, jedoch keine Hinweise auf eine Verbindung gefunden.
Die Bewertung durch den Staatsschutz solle im Laufe des Tages abgeschlossen sein und über das weitere Vorgehen entscheiden.