Gebäude vorerst unbewohnbar
Gebäude vorerst unbewohnbar
Nach plötzlich aufgetretenen Schäden an einem Wohngebäude in Solingen-Wald hat die Feuerwehr das Haus am Montagabend vorerst als nicht bewohnbar eingestuft. Die dort lebende Familie bemerkte während Abbrucharbeiten an einem benachbarten Gebäude Risse an einer Wand eines Zimmers im Obergeschoss, brachte sich selbst in Sicherheit und alarmierte die Feuerwehr. Verletzt wurde niemand.
Der Einsatz an der Friedrich-Ebert-Straße im Bereich der Tiefendicker Straße begann gegen 19.14 Uhr. Aufgrund des Alarmstichworts «Einsturz» rückten Einsatzkräfte der Berufs- und Freiwilligen Feuerwehr mit einem größeren Aufgebot an.
Die Feuerwehr sperrte den Bereich um das betroffene Gebäude zunächst weiträumig ab und stellte sicher, dass sich keine Personen mehr im Gefahrenbereich befanden. Die Bewohner wurden anschließend von den Einsatzkräften betreut.
In einem Zimmer des Wohnhauses waren deutliche Schäden an einer Wand zu erkennen. Nach Angaben der Feuerwehr verlief ein langer Riss über die Wand. Zudem hatte sich ein Wandanker herausgedrückt, wodurch großflächig Putz abgeplatzt war.
Ob das Gebäude weiterhin standsicher ist, ließ sich am Abend zunächst nicht abschließend beurteilen. Die Feuerwehr zog deshalb die Bauaufsicht der Stadt Solingen hinzu, um die Situation gemeinsam mit einem Statiker zu bewerten. Das Haus wurde zunächst als nicht bewohnbar eingestuft.
Die betroffene Familie konnte bei Verwandten unterkommen. Am Folgetag soll gemeinsam mit einem Statiker, Fachunternehmen und den weiteren Beteiligten geklärt werden, wie mit den Schäden verfahren werden kann und wie weitere Abbrucharbeiten am Nachbargebäude durchgeführt werden können, ohne das Wohnhaus zusätzlich zu beeinträchtigen. Zur Ursache der Schäden konnte die Feuerwehr zunächst keine Angaben machen.
Das Alarmstichwort «Gebäudeeinsturz» löste einen umfangreichen Kräfteansatz aus. Neben zwei Wachen der Berufsfeuerwehr wurden Kräfte der Freiwilligen Feuerwehr sowie mehrere Sonderfahrzeuge alarmiert. Auch ein Feuerwehrkran rückte an. Hintergrund des großen Aufgebots ist, dass die Einsatzkräfte bei einer solchen Alarmierung zunächst von einem möglichen Gebäudeeinsturz und gegebenenfalls notwendigen Menschenrettungen ausgehen müssen.