Verdi kündigt größere Warnstreiks im öffentlichen Dienst an
Verdi kündigt größere Warnstreiks im öffentlichen Dienst an
Die Tarifverhandlungen für die Beschäftigten der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) sind ohne Annäherung beendet worden, nachdem die Arbeitgeber kein konkretes Angebot vorgelegt haben. Damit ist nach Angaben der Gewerkschaft Verdi eine kurzfristige Einigung in der laufenden Tarifrunde ausgeblieben.
Verdi hat das Vorgehen der Arbeitgeber vor dem Hintergrund weiter steigender Verbraucherpreise kritisiert und auf die tägliche Arbeitsleistung der Beschäftigten verwiesen. Diese Bewertung ordnet die Gewerkschaft als Ausdruck mangelnder Wertschätzung ein.
Vor diesem Hintergrund bekräftigt Verdi ihre Forderungen an die TdL-Arbeitgeber. Die Gewerkschaft verlangt eine Anhebung der Tabellenentgelte um sieben Prozent, mindestens jedoch um 300 Euro monatlich. Für Auszubildende, Studierende und Praktikantinnen und Praktikanten wird eine monatliche Entgelterhöhung von 200 Euro gefordert. Zudem soll nach erfolgreich abgeschlossener Ausbildung eine unbefristete Übernahme in Vollzeit erfolgen. Die Laufzeit eines neuen Tarifvertrags setzt Verdi auf zwölf Monate an.
Als Reaktion auf den Verhandlungsstillstand ruft Verdi alle Tarifbeschäftigten sowie Auszubildende, Praktikantinnen und Praktikanten und dual Studierende ab Dienstag, 13. Januar, zu einem 48-stündigen «Warnstreik» auf. Der Ausstand soll um 6.30 Uhr beginnen und sämtliche Schichten umfassen, die am 13. und 14. Januar starten.
In Nordrhein-Westfalen sind nach Mitteilung von Verdi NRW Aktionen an mehreren Universitätskliniken vorgesehen. Betroffen sind die Standorte Köln, Bonn, Düsseldorf und Essen. An der Uni-Klinik in Köln wird auf einen Zweitätigen Warnstreik hingewiesen, in Düsseldorf hingegen würde es nur am Dienstag zum Warnstreik kommen.
Darüber hinaus rechnet die Gewerkschaft mit Auswirkungen nicht nur im Klinikbereich, sondern auch in Teilen der Justiz.